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Winterauto Occasion: Rost und Reifen prüfen
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Winterauto Occasion: Rost und Reifen prüfen

Schweizer Winter mit Streusalz setzen Occasionen zu. Wie Sie Rost am Unterboden erkennen, Reifen und Reifenpflicht prüfen und ein gutes Winterauto finden.

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Wer in der Schweiz eine Occasion für den Winter sucht, kauft zwei Dinge auf einmal: ein Auto, das zuverlässig durch Schnee und Kälte kommt, und die Spuren, die vergangene Winter bereits hinterlassen haben. Streusalz, Nässe und Frost sind der grösste Feind eines gebrauchten Autos in der Schweiz. Rost am Unterboden, festgefahrene Bremsen nach dem Stehen und heruntergefahrene Reifen sind genau die Punkte, die ein Verkäufer nicht gern zeigt.

Dazu kommt eine Schweizer Eigenheit: Es gibt keine gesetzliche Winterreifenpflicht wie in einigen Nachbarländern, aber Sie sind trotzdem verpflichtet, ein den Verhältnissen angepasstes Fahrzeug zu führen. Wer mit Sommerreifen im Schnee stecken bleibt oder einen Unfall verursacht, haftet und riskiert Bussen sowie Ärger mit der Versicherung. Ein Satz brauchbarer Winterreifen kann daher beim Occasionskauf bares Geld wert sein oder ein Argument in der Verhandlung.

In diesem Ratgeber zeigen wir, wie Sie ein winterfestes Auto erkennen, worauf Sie bei Rost und Unterboden achten und wie Sie Reifen richtig beurteilen.

Rost: der teuerste Winterschaden

Rost ist in der Schweiz das Thema, an dem viele Occasionen bei der MFK scheitern. Streusalz kriecht in jede Ritze, und was aussen frisch lackiert glänzt, kann unten bereits durchgerostet sein.

Der Rostzustand entscheidet oft über die nächste MFK. Wie die Schweizer Prüfintervalle funktionieren (Regel 5/3/2, also erste Prüfung nach fünf Jahren, dann nach drei, danach alle zwei), erklären wir hier: Fahrzeugausweis und Papiere beim Occasionskauf.

Reifen richtig beurteilen

Reifen sind bei jeder Occasion ein direkter Kostenfaktor, im Winter erst recht.

Worauf Sie bei Fahrwerk und Reifen während der Fahrt achten, steht in unserer Checkliste für die Probefahrt.

Was ein Auto sonst wintertauglich macht

Neben Rost und Reifen entscheidet die Technik darüber, ob das Auto im Januar zuverlässig anspringt und fährt.

Was ein Auto im Winter und übers Jahr wirklich kostet, inklusive Reifenwechsel und höherem Verbrauch, lesen Sie hier: Was kostet ein Auto im Unterhalt?.

Import aus wärmeren Regionen: Vorsicht

Ein Auto aus einer trockenen Gegend kann weniger Rost haben, das ist ein echter Vorteil. Doch bei Grau- und Direktimporten ist die Historie oft lückenhaft, und die Papiere unterscheiden sich. Wie Sie ein importiertes Auto richtig einordnen, erklären wir hier: Auto in die Schweiz importieren. Und weil es in der Schweiz keine zentrale öffentliche Fahrzeughistorie gibt, müssen Sie die Vergangenheit selbst rekonstruieren: Fahrzeughistorie in der Schweiz ohne CARFAX.

Systematisch prüfen mit MotoPPI

Rost am Unterboden, das Reifenalter und die Wintertauglichkeit sind genau die Punkte, die man bei einer schnellen Besichtigung übersieht. MotoPPI liefert Ihnen eine modellspezifische Checkliste, gleicht die Fahrzeughistorie über mehr als 20 Datenquellen ab, schätzt Reparaturkosten für Rost, Fahrwerk und Reifen und gibt Ihnen Argumente für die Preisverhandlung, etwa wenn ein neuer Reifensatz oder eine Rostreparatur ansteht.

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FAQ

Gibt es in der Schweiz eine Winterreifenpflicht?

Nein, es gibt keine gesetzliche Winterreifenpflicht. Sie müssen aber ein den Verhältnissen angepasstes Fahrzeug führen. Wer mit ungeeigneten Reifen im Schnee einen Unfall verursacht oder den Verkehr behindert, haftet und riskiert Bussen sowie Probleme mit der Versicherung.

Wie viel Profil brauchen Winterreifen?

Gesetzlich mindestens 1,6 Millimeter, doch TCS und Fachleute empfehlen für Winterreifen mindestens 4 Millimeter. Darunter sinkt der Grip auf Schnee deutlich. Achten Sie zusätzlich auf das Alpine-Symbol (Berg mit Schneeflocke) und das Alter der Reifen.

Woran erkenne ich gefährlichen Rost bei einer Occasion?

Schauen Sie mit einer Lampe unter das Auto und prüfen Sie Unterboden, Schweller, Radläufe, Bremsleitungen und Fahrwerksfedern. Blätternde Bleche, dicke Rostkrusten und stark angegriffene Bremsleitungen sind sicherheitsrelevant und ein häufiger Grund, warum ein Auto bei der MFK durchfällt.

Ist ein frischer Unterbodenschutz ein gutes oder schlechtes Zeichen?

Beides ist möglich. Er kann für Pflege sprechen, aber auch dazu dienen, vorhandenen Rost zu verdecken. Fragen Sie nach, warum er gerade gemacht wurde, und lassen Sie im Zweifel den Unterboden in einer Garage begutachten.

Lohnt sich ein Allradauto für den Schweizer Winter?

In Bergregionen und bei viel Schnee bringt Allrad spürbar mehr Sicherheit und Traktion. Dafür sind Anschaffung, Verbrauch und Unterhalt höher. Prüfen Sie bei einem Allradfahrzeug zusätzlich den Zustand von Kupplung, Haldex-Öl und Differenzial.