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Probefahrt bei der Occasion: worauf Sie achten
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Probefahrt bei der Occasion: worauf Sie achten

Die Probefahrt entlarvt Mängel, die beim Stehen verborgen bleiben. Checkliste für Motor, Getriebe, Bremsen und Fahrwerk beim Occasionskauf in der Schweiz.

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Die Probefahrt ist der wichtigste Moment beim Occasionskauf. Ein Auto kann auf dem Hof tadellos aussehen, im Inserat perfekt beschrieben sein und trotzdem beim ersten Kilometer verraten, dass etwas nicht stimmt. Viele der teuersten Mängel, ein rupfendes DSG, eine müde Kupplung, ausgeschlagene Fahrwerkslager oder ein Motor, der im Warmzustand zickt, zeigen sich erst in Bewegung.

Trotzdem lassen sich erstaunlich viele Käufer auf eine kurze Runde ums Quartier ein, mit warmem Motor und dem Verkäufer als Beifahrer, der die ganze Zeit redet. Das ist genau die Situation, in der man Probleme überhört. Eine gute Probefahrt ist ruhig, systematisch und lang genug, um das Auto in allen Situationen zu erleben: Stadt, Landstrasse und wenn möglich Autobahn.

In diesem Ratgeber bekommen Sie eine klare Checkliste, wie Sie eine Probefahrt vorbereiten und worauf Sie bei Motor, Getriebe, Bremsen, Lenkung und Fahrwerk konkret achten. So verwandeln Sie eine nette Spritztour in eine echte Prüfung.

Vor der Probefahrt: die Vorbereitung

Die wichtigste Regel: Der Motor sollte kalt sein, wenn Sie ankommen. Ein bereits warmgefahrener Motor kann einen schweren Kaltstart, Rauch oder Geräusche verbergen. Kommen Sie also lieber etwas früher oder bitten Sie darum, das Auto kalt zu übernehmen.

Der Motor unter Last

Sobald Sie fahren, geht es um Geräusche, Kraftentfaltung und Verhalten unter Last.

Getriebe und Kupplung

Beim Getriebe stecken die teuersten Überraschungen, gerade bei den im VW-Konzern verbreiteten DSG-Doppelkupplungsgetrieben.

Welche modellspezifischen Getriebe-Schwachstellen es gibt, zeigen wir am Beispiel Skoda Octavia und VW Golf.

Bremsen, Lenkung und Fahrwerk

Auf einer ruhigen, geraden Strecke lassen sich Fahrwerk und Bremsen gut beurteilen.

Elektronik, Assistenz und die letzten Meter

Moderne Occasionen stecken voller Elektronik, und die ist im Reparaturfall teuer.

Eine Probefahrt ersetzt keine gründliche technische Kontrolle. Bei einem teuren Kauf lohnt sich ein neutraler TCS-Fahrzeugcheck oder die Prüfung in einer Garage Ihres Vertrauens.

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FAQ

Wie lange sollte eine Probefahrt dauern?

Mindestens 20 bis 30 Minuten, und sie sollte Stadt, Landstrasse und wenn möglich Autobahn abdecken. Eine kurze Runde ums Quartier reicht nicht, um Fahrwerk, Getriebe und Motor unter Last wirklich zu beurteilen.

Sollte der Motor bei der Probefahrt kalt oder warm sein?

Kalt. Ein bereits warmgefahrener Motor kann einen schweren Kaltstart, Rauch oder Startgeräusche verbergen. Bitten Sie darum, das Auto kalt zu übernehmen, und starten Sie wenn möglich selbst.

Darf ich eine Occasion ohne eigene Versicherung Probe fahren?

Nur, wenn das Fahrzeug eingelöst und versichert ist beziehungsweise über gültige Kontrollschilder verfügt. Klären Sie das vorab mit dem Verkäufer. Bei einem Auto ohne Schilder ist die Fahrt auf öffentlicher Strasse nicht erlaubt.

Worauf achte ich beim DSG-Getriebe während der Fahrt?

Auf ruckartiges Schalten, Verzögerung beim Anfahren und ein Rupfen beim Wechsel zwischen Vorwärts und Rückwärts. Ein gesundes DSG schaltet praktisch unmerklich. Fahren Sie zusätzlich an einer Steigung an, um Kupplung und Getriebe unter Last zu testen.

Was mache ich nach der Probefahrt?

Lassen Sie den Motor im Stand laufen, schauen Sie unter das Auto nach Undichtigkeiten und bestehen Sie wenn möglich auf eine Diagnose des Fehlerspeichers. Bei teureren Käufen lohnt sich zusätzlich ein neutraler Fahrzeugcheck durch den TCS oder eine Garage.